Concentrum - Forum für politische, ethnische, kulturelle und soziale Ökumene, Stadtschlaining

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Das CONCENTRUM – Forum für politische, ethnische, kulturelle und soziale Ökumene – hat sich 1992 konstituiert und zur Aufgabe gestellt, den im kirchlichen Bereich wirksam gewordenen Ansatz der Ökumene generell anzuwenden. Die Gründungssitzung fand am 28. November 1992 in der Burg Schlaining statt. Zu den Gründungsvätern zählten neben vielen engagierten Persönlichkeiten wie Thomas Macho und Manfred Koch. Bis 2005 hatte Mag. Manfred Koch die Geschäftsführung inne.

In Begegnungen zwischen Vertretern verschiedener politischer, ethnischer, kultureller, sozialer oder religiöser Positionen sollen durch gegenseitige Information und gemeinsame Gespräche Vorurteile abgebaut und Verständnis für abweichende Zugänge zu Themen gemeinsamen Interesses geweckt werden. Die Veränderungen in unserer Gesellschaft führen immer wieder zu neuen Herausforderungen im alltäglichen Leben. Wir müssen uns mit Neuem und Unbekannten auseinandersetzen. Für diese Auseinandersetzung fehlen oft wichtige Voraussetzungen und Informationen. Deshalb fällt es uns schwer, in Konflikten zu bestehen und sie in ihrer positiven Wirkung wahrzunehmen. Das CONCENTRUM ist Ort für diese Art von Begegnungen, bietet Raum zum Kennenlernen, für Gespräche und Diskussionen.

Die Ziele des CONCENTRUMS sind:

  • Personen mit kontroversen Meinungen zu gemeinsamen Gesprächen einzuladen
  • Informationen über das „Andere“ oder den „Anderen“ zu geben
  • Abbau von Vorurteilen durch Informationen und damit Verringerung von Konfliktpotentialen

    Wichtige Arbeitsschwerpunkte des CONCENTRUMS sind:  
  • Beschäftigung mit aktuellen Problemen und Entwicklungen der Gesellschaft
  • Begegnungen zwischen ethnischen Gruppen
  • Kennen lernen anderer Weltreligionen
  • Kulturelle Ökumene ermöglichen
  • European Peace University – Begegnung mit den Studenten

    Das CONCENTRUM versucht, diese Ziele mit möglichst geringem finanziellem Aufwand zu verwirklichen. Als ständige Einrichtung fungiert lediglich ein bewusst klein gehaltenes Sekretariat, mit einem ehrenamtlichen Geschäftsführer – Herr Pfarrer Dr. Gerhard Harkam – und einer Sekretärin. Dazu kommt die engagierte Mitarbeit der Vorstandsmitglieder, die unentgeltlich bei der Umsetzung der Concentrumsarbeit mitwirken. Im restaurierten ehemaligen Rabbinerhaus in Stadtschlaining befinden sich das Sekretariat und ein kleiner Seminarraum. Die Veranstaltungen werden unter Nutzung der Infrastruktur des Konferenzzentrums Burg Schlaining, des Rathaussaales der Stadtgemeinde oder des Evangelischen Gemeindezentrums Stadtschlaining durchgeführt.

    Veranstaltungen / Projekte

    Das Zusammenleben der vier im Burgenland lebenden ethnischen Gruppen ist zwar weitgehend friedlich, es sind aber auch Konfliktpotentiale in diesem Zusammenleben enthalten. Das CONCENTRUM hat 1994 zu einer Veranstaltung die Vertreter der Burgenländischen Volksgruppen sowie Beamte aus Land und Bund an einen Tisch gebracht. Nach Aussagen der Volksgruppen war dies das erste Treffen dieser Art. Inzwischen hat es schon weitere solcher Treffen gegeben. Dazu kommt die Durchführung von burgenländischen Kunstforen mit Künstlern aus dem Burgenland, die das Thema "Ethnische Gruppen" aufgriffen. Es wurden auch pannonische Kunstforen mit Künstlern aus Kroatien, Slowenien, Ungarn und Österreich veranstaltet. Im Rahmen der 2. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz, im Juni 1997, konnte das CONCENTRUM eine Delegation aus Graz beim „Burgenland-Fest“ in der Burg Schlaining mit aktiver Beteiligung aller ethnischen Gruppen begrüßen.

    Bei den Seminaren mit Vertretern der Weltreligionen ging und geht es um den Abbau von Vorurteilen und Ängsten, wobei das Augenmerk immer auf die spezielle österreichische Situation gerichtet wird.

    Die Studenten der European Peace University, die zu den Frühjahrs- und Herbstsemestern nach Stadtschlaining kommen, werden zu Begegnungsabenden, interreligiösen Friedensmeditationen und kulturellen Abenden eingeladen. Der Kontakt zwischen den Studenten und der Ortsbevölkerung soll dadurch aktiviert werden.

    Das wichtigste Projekt des CONCENTRUMS, welches gemeinsam mit dem Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung und der Stadtgemeinde Stadtschlaining im Juni 2001 organisiert wurde, ist „Welcome to Stadtschlaining“. Dabei wurden ehemalige Schlaininger Juden bzw. deren Nachkommen nach Stadtschlaining eingeladen und ihnen die Begegnung mit ihrer einstigen Geburts- und Heimatstadt sowie der Schlaininger Bevölkerung das Wiedersehen mit ehemaligen Mitbürgern ermöglicht. Das Projekt führte zur Auseinandersetzung mit der Schlaininger Vergangenheit und bot auch die Möglichkeit, die Geschichte der Schlaininger Juden weiter zu erforschen.

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