Bienenzuchtverein Stadtschlaining und Umgebung

Sonstige

Zu den ältesten in Stadtschlaining nachweisbaren Imkern zählen Franz Pum, späterer Oberamtmann von Stadtschlaining – seit dem Jahre 1906, Johann Ulreich seit dem Jahre 1908 und Josef Pfeiler. In den folgenden Jahren haben weitere Imker aus Stadtschlaining, Altschlaining und Goberling mit der Bienenzucht begonnen. Auf Grund mündlicher Überlieferung von älteren Imkern soll es bereits im Jahre 1920 einen Bienenzuchtverein in Stadtschlaining gegeben haben. Diesbezügliche Unterlagen sind in Folge der Kriegseinwirkungen nicht mehr vorhanden. Da nun diese Vereinstätigkeit nicht mehr nachgewiesen werden kann, wird die offizielle Gründung des Vereines mit dem Jahre 1946 angegeben. Vom Gründungsjahr 1946 bis zum Jahre 1968 waren unter der Führung des Obmannes Josef Pfeiler die weiteren Funktionäre Franz Pum, Schriftführer, beide aus Stadtschlaining und Josef Lichtnecker aus Goberling, als Kassier tätig. Nach dem Ableben des Obmannes Josef Pfeiler im Jahre 1968 wurde bei der Neuwahl Josef Lichtnecker aus Goberling zum Obmann berufen. Zum Schriftführer wurde Georg Marlovits aus Rumpersdorf und zum Kassier Walter Weschitz aus Altschlaining gewählt.

 

Im Jahre 1969 wurde der Verein „Bienenzuchtverein Stadtschlaining und Umgebung“

benannt und als ordentliches Mitglied  in den Landesverband Burgenländischer Bienenzuchtvereine aufgenommen.

 

Im Jahre 1976 ist Obmann Josef Lichtnecker nach neunjähriger Tätigkeit verstorben. Nach erfolgter Neuwahl wurden zum Obmann Georg Marlovits aus Rumpersdorf, zum Schriftführer Josef Holzschuster und zum Kassier Walter Weschitz, beide aus Altschlaining, gewählt.


 

Derzeitiger Vorstand:

Obmann:                                Christian Graf, Altschlaining

Obmannstellvertreter:            Ing. Günther Woschitz, Oberpodgoria

Schriftführer:                          Rainer Lichtenecker, Wien
Schriftführer-Stellvertreter:    Christian Weiss, Stadtschlaining

Kassier:                                  Andreas Glavanovits, Mariasdorf
Kassier-Stellvertreter:            Walter Kuh, Mariasdorf

Rechnungsprüfer:                  Edmund Schmall, Stadtschlaining

                                               Ronald Kuh, Drumling

 

Die Bienen selbst zählen zu den fleißigsten und intelligentesten Tieren unter den Insekten ihrer Art und leben in einem sozialen Großverband. Auf engstem Raum leben und arbeiten tausende Bienen und so kommt es daher trotz aufmerksamster Betreuung vor, dass sie auch von Krankheiten befallen werden. Als sich im Jahre 1976 die bösartige Faulbrut im gesamten Burgenland seuchenhaft ausgebreitet hatte, waren auch unsere Imker mit ihren Bienen nicht davor verschont geblieben. Stadtschlaining und Umgebung wurde zum Sperrgebiet erklärt. Dank des raschen Einschreitens  unserer Funktionäre sowie des sofortigen und unbürokratischen Eingreifens von Frau Zecha-Machly von der Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Bienenkunde in Wien – alle Völker im Verein wurden untersucht – konnten größere Verluste vermieden werden. Der vorzüglichen Mitarbeit aller Imker war es zu verdanken, dass nach zwei Jahren das Gebiet Stadtschlaining und Umgebung wieder von dieser seuchenartigen Krankheit frei war und die Sperrzone wieder aufgehoben werden konnte.

 

Kaum aber war Ruhe bei den Imkern eingekehrt, ließ eine neue Meldung aufhorchen. Aus Osteuropa breitete sich eine neue, noch unbekannte Milbe aus. Im Jahre 1984 wurde diese Varoa-Milbe auch hier festgestellt. Die Imker hatten durch die Varoa-Milbe beachtliche Völkerverluste hinnehmen müssen. So mancher Bienenstand war ohne Bienen. Viele Imker hatten auch resigniert und die Imkerei aufgegeben.

 

Der Mitgliederstand ist in den letzten 20 Jahren von durchschnittlich 30 Mitgliedern und 535 Bienenvölker auf 9 Mitglieder mit 131 Völkern geschrumpft.

 

Kontakt

  • AdresseAltschlaining 115, 7461 Stadtschlaining

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